Die Klasse 3f beschäftigt sich im Heimat- und Sachunterricht derzeit mit dem Thema Feuer. In verschiedenen Experimenten untersuchten die Kinder, welche Stoffe leicht, schwer oder gar nicht entflammbar sind. Besonders erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler darüber, dass Glas nicht brennt.
Diese Faszination war der Auslöser für einen ganz besonderen Unterrichtsgang: den Besuch im Glasatelier Schimmer in Waging am See.
Nach einer reibungslosen Anfahrt mit dem Nahverkehrszug erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch das Atelier, wo wir herzlich von Herrn Murner und Herrn Felix begrüßt wurden. Schon beim Betreten der Werkstatt sorgten die ausgestellten Glasobjekte für staunende Blicke.
Anschließend durften wir eindrucksvolle Experimente beobachten, die den Mittelpunkt unseres Besuches darstellten: Herr Murner zeigte, wie Glas unter großer Hitze schmilzt und formbar wird. Durch die Mischung aus Propan, Druckluft und Sauerstoff entsteht eine sehr heiße Flamme, die das Kristallglas bei etwa 2500 Grad Celsius verformbar macht. Die Kinder konnten genau beobachten, wie sich das Material sichtbar veränderte; nämlich vom festen Zustand hin zur glühenden, zähflüssigen Masse.
Außerdem erfuhren wir, dass Glas aus Quarzsand, Kalk und Soda hergestellt wird. Unter großer Hitze wird dieses Gemisch nicht verbrannt, sondern schmilzt und lässt sich formen.
Besonders spannend wurde es, als zwei Schülerinnen selbst aktiv werden durften: An nicht erhitzten Glasstäben zogen sie feine Glasfäden. Eindrucksvoll war auch ein Experiment, bei dem unterschiedliche, nicht miteinander verträgliche Glassorten kombiniert wurden. Als die entstandene Glaskugel plötzlich platzte, waren die Kinder sehr beeindruckt.
Zum Abschluss blieb noch Zeit, die kunstvollen Werkstücke des Glasateliers zu bestaunen – darunter sogar filigrane Trinkstrohhalme aus Glas.
Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen machten wir uns auf den Heimweg. Der Unterrichtsgang bot den Kindern die Möglichkeit, naturwissenschaftliche Inhalte aus dem Unterricht in einem handwerklichen Berufsfeld wiederzuerkennen und praktische Einblicke in die Glasverarbeitung zu erhalten.










